Kämpfen bis zum Schluss auf der Deutschen Meisterschaft

Mixed Team erreicht mit starker Leistung einer Ersatzgeschwächten Mannschaft Platz 4 bei der Champions League in Rheine und schneidet damit besser ab als im Vorjahr!

Kleine Ziele setzen

Die Vorzeichen waren nicht gut. Umso näher die DM in Rheine rückte, umso mehr Spieler verlor das Mixed-Team durch Verletzungen und Krankheit.

So war es nur noch eine kleine Truppe, die sich auf den Weg machte, um das bestmögliche zu erreichen. Nachdem die Mannschaft nach und nach freitags im Vereinshotel ankam, ließ man den Tag mit Cocktails gemeinsam ausklingen.

Am Samstag war es dann soweit. Nach einem guten Frühstück ging es auf die Spielfelder, die zwar nicht optimal waren und teilweise einem Acker glichen. Aber da es trotz anderslautender Wetterberichte bis auf kleine kurze Schauer trocken blieb über das ganze Wochenende, konnte ohne große Probleme gespielt werden.

Das erste Gruppenspiel fand gegen Wesseling statt, die auch gleich den besseren Start hatten und in Führung gehen konnten, die sie bis kurz vor Schluss hielten. Erst im letzten Inning fanden die Mannheimer zurück ins Spiel und trafen die Bälle, was ihnen den Winning-Run zum 7:6 brachte.

Direkt im Anschluss ging es weiter gegen die Marburg Monsters, allerdings unter umgekehrten Bedingungen. Diesmal gingen die Tornados früh in Führung und erst im letzten Inning wurde es eng, als die Marburger ihre Spieler auf die Bases brachten und punkteten. Am Ende reichte es aber dann doch für die Mannheimer zu einem 5:3 Sieg.

Somit waren die Tornados vor dem letzten Spiel Gruppenerster. Da das Team bereits sicher in den Top 8 war, stellte Coach Felix die Mannschaft um. Nachdem die ersten Spiele von Alex und Oliver gepitcht wurden, gab er nun Andrea und Pitcherneuling Marco die Möglichkeit, DM-Luft zu schnuppern. Allerdings führten die 2 Spiele Pause dazu, dass die Pitcher keine optimale Abdeckung durch die restliche Mannschaft hatten. Sie wirkte noch müde und unkonzentriert und kam nur langsam wieder in das Spiel, was dem Gegner das Spiel erleichterte, der die Schwächen optimal ausnutzte und das Spiel mit 1:9 für sich entschied.

Zum Abschluss der Gruppenphase wurde es also der zweite Platz, der aber noch alle Möglichkeiten für das Finale offen hielt.

Dafür galt es noch am Samstagabend die Tübingen Hawks zu schlagen. Und wie aus der BaWü-Liga gewohnt, wurde es wieder ein enges Spiel, das Mannheim abermals im letzten Inning erst knapp mit 7:6 für sich entscheiden konnte.

Am Ende des Tages konnte das Team mehr als zufrieden sein, denn es hatte das bestmögliche erreicht, und zwar das Halbfinale!
So konnte die Mannschaft in lockerer Stimmung ins Hotel zurückkehren, gemeinsam Abendessen, und sich auf den nächsten Tag freuen.

Alles ist möglich!

Dort wartete im Halbfinale der Vizemeister aus Aachen auf die Tornados. Da dem Team die Stärken der Aixplosives bewusst sind, schwor Assistant-Coach Karin die Mannschaft nochmal ein: Respekt ja, Angst oder Zurückhaltung nein.
Und das Spiel begann gut. Als Gastmannschaft mussten die Mannheimer vorlegen, und das taten sie Eindrucksvoll mit einem Homerunschlag durch Marco! Da die Aachener zunächst nichts entgegen zu setzen hatten, führte Mannheim nach dem ersten Inning mit 1:0.
Und es hätte erstmal so weiter gehen können, da die Aachener Offensive auf hohe Bälle setze, die aber allesamt vom Mannheimer Outfield entschärft wurden. So gingen die Aixplosives über zu ihrer größten Stärke, die jugendliche Fitness und Schnelligkeit. Mit Bunts und Stolen Bases gelang es Aachen, die Tornados zu Fehlern zu zwingen und ihre Runs zu machen. Trotz großer Gegenwehr verloren die Mannheimer so am Ende, wenn auch knapp, mit 4:6.
Das Mixed-Team zeigte sich aber keineswegs traurig, da die Leistung stimmte und man sich im Gegensatz zum Vorjahr weit besser schlug gegen Aachen, wo man noch mit 3:16 unterlag.

Zudem war klar, dass man im schlechtesten Fall mindestens Platz 4 erreicht hat, was ebenfalls eine Steigerung zum Vorjahr bedeutete, wo es Platz 5 wurde.

Aber das Team besaß den nötigen Ehrgeiz, im letzten Spiel nochmal anzugreifen und die Chance auf Platz 3 zu nutzen. Hier folgte zunächst eine Überraschung, denn der Gegner waren die Travellers aus Köln, die gegen Karlsruhe im Halbfinale verloren. Dies wurde als gutes Zeichen gesehen, denn so konnte die Mannschaft auch hier zeigen, dass man sich weiterentwickelt hatte und sich nicht wie im Vorjahr mit 1:9 schlagen lässt.
Leider ging es dann doch erst wie im Vorjahr los, und nach zwei Innings stand es bereits 0:7 für die Kölner. Allerdings ruhten sie sich nun auf dem Vorsprung aus, was Mannheim dieses Mal ausnutzen konnte. Im 3. Inning gelang Oliver durch einen Error der Sprung auf das erste Base und wurde von dort durch die folgenden Batter zum ersten Run über die Homeplate geschoben.
Den Travellers selbst gelang nur 1 Run diesmal, was aber immer noch einen komfortablen 1:8 Vorsprung bedeutete. Doch im 4. Inning waren es die Kölner, die nun Fehler machten, während den Mannheimern alles gelang und das Wunder schafften mit dem 8:8 Ausgleich. Die Kölner dürften zwar nachschlagen, aber auch hier gelang ihnen zunächst nichts mehr.
So musste nun ein Extra-Inning aufgrund der abgelaufenen Spielzeit über den Sieger entscheiden.
Mannheim musste mit einem Läufer auf dem zweiten Base, einem Aus, und 1-1 Count vorlegen. Leider gelang es ihnen nicht, einen Runner über die Platte zu bringen. Also alle Trümpfe bei Köln.
Und diese nutzten die Gelegenheit, das Spiel zu beenden. Bereits der zweite Batter brachte durch Basehit zunächst den vom zweiten Base gestarteten Runner über die Platte. Allerdings wurde der Batter nicht regelkonform eingewechselt und war somit das zweite Out. Der nächste Batter kam durch Walk auf Base und sorgte für Bases loaded. Nun lag es also am nächsten Batter, für den Winning-Run, oder ein weiteres Extra-Inning zu sorgen.
Der Kölner behielt allerdings die Nerven und setzte einen Basehit zum entscheidenden 8:9!

Ein wenig enttäuscht, aber trotzdem zufrieden zeigten sich die Mannheimer nach diesem Spiel. Denn man hatte mehr erreicht, als man vor dem Turnier zu glauben wagte.

Coach Felix äußerte sich entsprechend dankbar an alle, die mitgekommen waren, um auf dem Spielfeld und am Spielfeldrand alles zu geben, um diesen Erfolg zu ermöglichen!

Das Team: Assistant-Coach Gottfried, Oliver, Stefan, Steffi, Gogo, Marco, Asisstant-Coach Karin L.
Andrea, Karin F., Elke, Alex, Emil, Niels, Andreas
Stef, Coach Felix

 

Mannheim zeigte sich aber nicht nur zufrieden über die eigene Leistung, sondern beglückwünscht auch Karlsruhe zum 2. Platz, sowie Tübingen zum 6. Platz!!!
„Diese Ergebnisse zeichnen die BaWü-Liga als stärkste Liga nach der College-Series aus“, freute sich vor allem Ligaobmann Andreas Vetter über die Leistungen aller Teams.

 

Nachdem sich das Team nun ein paar Tage Ruhe verdient hat, muss der Fokus aber wieder schnell auf die Liga gesetzt werden. Denn um den Erfolg zu wiederholen, heißt es, sich wieder direkt zu qualifizieren für die Championsleague im nächsten Jahr. Dafür müssen aber weitere Siege her.

Auf geht’s Mannheim!!!

 

Die nächsten Spiele:

26.06. in Mainz; gegen Mainz und Trier

24.07. in Mannheim; gegen Saarlouis und Mainz

27.08. in Tübingen, gegen Tübingen, Göppingen, Nagold

23. Juni 2016, verfasst von Andreas